Fünf Jahre nach der UNESCO-Deklaration zu Open Science (2021) zieht der Workshop eine kritische Bilanz. Open Science sollte globale Krisen wie Klimawandel, Ungleichheit und Polarisierung durch offenes Wissen und Integration adressieren. Doch die Praxis hat sich verschoben: Verlage und KI-Unternehmen vereinnahmen
Open-Access-Publikationen für eigene ökonomische Interessen, während politische und gesellschaftliche Entwicklungen das Ziel einer grundsätzlich offenen Wissenschaft fraglich werden lassen. Der Workshop fragt, welche Ansätze sich bewährt haben und welche nicht, ob die Ziele von Open Science heute noch zeitgemäß
sind oder ob Reformulierungen nötig wären.
Zugleich wird die Rolle der Philosophie untersucht: Sollte sie Open Access stärker praktizieren, Forschungsdaten nach FAIR-Prinzipien behandeln und sich für gesellschaftliche Öffnung einsetzen?
Die Leitfrage lautet: Ist das Ideal von Offenheit, Integration und Diversität weiterhin der Richtwert – oder müssen wir die Zielpunkte neu stecken?
Eingeladene ReferentInnen: Yuliya Fadeeva (Helmholtz Open Science Office), Petra Gehring (Technische Universität Darmstadt), Axel Gelfert (Technische Universität Berlin), Chiara Lisciandra (Universität Düsseldorf),. Eberhard Ortland (Kolleg-Forschungsgruppe „Zugang zu kulturellen Gütern im digitalen Wandel“), Lukas Röseler (Universität Münster, Münster Center for Open Science), Reinold Schmücker (Kolleg-Forschungsgruppe „Zugang zu kulturellen Gütern im digitalen Wandel“), Gottfried Schweiger (Universität Salzburg), Nathanael Sheehan (Technische Universität München), Lisa-Marie Stein (DESY, DFG-Projekt openCost), Ulrike Wuttke (Fachhochschule Potsdam, Servicestelle für Diamond Open Access)
Wissenschaftliche Leitung: Nicola Mößner (Leibniz Universität Hannover | Senior Fellow der Kolleg-Forschungsgruppe)
Ort: Universität Münster, Seminarraum KTh I, Johannisstraße 8–10
Eine Teilnahme am Workshop ist kostenlos. Um Anmeldung wird aus Platzgründen gebeten.