Der Wolfgang-Stegmüller-Preis zur Förderung von Forschenden in frühen Karrierephasen wird alle drei Jahre an zumeist drei Personen verliehen, in der Regel für Promotions- oder Habilitationsarbeiten. Dieser von Margret Stegmüller gestiftete Preis ist mit insgesamt 12.000 € dotiert.
Modalitäten
Der Preis wird alle drei Jahre auf dem Kongress der GAP für herausragende Arbeiten auf dem Feld der Analytischen Philosophie verliehen. In Frage kommen Arbeiten jedweden Umfangs (Sprache: Deutsch oder Englisch), publiziert oder nicht.
Bei Ablauf der Vorschlagsfrist gelten dabei die folgenden Bewerbungskriterien für die Autor:innen der vorgeschlagenen Arbeiten:
- Sie sind nicht älter als 40 Jahre oder der Abschluss ihrer Promotion liegt nicht länger als 6 Jahre zurück. Erziehungszeiten werden berücksichtigt.
- Sie haben noch keine wissenschaftliche Dauerstellung.
- Sie sind an einer Universität angestellt, an der Deutsch eine offizielle Universitätssprache ist, oder haben einen akademischen Abschluss an einer solchen Universität erworben.
Nominierungen sind mit einer Begründung von maximal 1.000 Wörtern und einem Curriculum Vitae der nominierten Person an die GAP zu richten. Selbstbewerbungen sind ausgeschlossen. Die Arbeiten werden in elektronischer Form (PDF) eingereicht. Die Nominierten fügen eine drei- bis vierseitige Kurzfassung hinzu. Die Einreichungsfrist endet jeweils am 31. Januar des Jahres, in dem der GAP-Kongress stattfindet.
Preisträger:innen
GAP.12, 2025
- Sara Ayhan: Meaning and Identity of Proofs in (Bilateralist) Proof-Theoretic Semantics
- Daniele Bruno: Because You Promised
- Sanja Dembić: Philosophy of Mental Disorder
GAP.11, 2022
- Mario Günther: Learning Conditional Information by Jeffrey Imaging on Stalnaker Conditionals
- Gregor M. Hörzer: Understanding Physicalism
- Annina Loets: Identity and Identities. The Metaphysics and Semantics of ‘Qua’
- Thomas Pölzler: Moral Reality and the Empirical Sciences
GAP.10, 2018
- Romy Jaster: Agents’ Abilities
- Benjamin Kiesewetter: The Normativity of Rationality
- Tom Sterkenburg: Universal Prediction
GAP.9, 2015
- Vuko Andrić: The Act-Consequentialist Criterion of Rightness
- Katharina Felka: Talking about Numbers: Easy Arguments for Mathematical Realism
- Susanne Mantel: Acting for a Normative Reason: A Competence Account
- Barbara Vetter: Potentiality: From Dispositions to Modality
GAP.8, 2012
- Miguel Hoeltje: Wahrheit, Bedeutung und Form: Eine Auseinandersetzung mit dem Davidson’schen Programm
- Stephan Krämer: Second-Order Quantification and Ontological Commitment
- Moritz Schulz: Counterfactuals and Probability
GAP.7, 2009
- Tim Henning: Person sein und Geschichten erzählen: Eine Studie über personale Autonomie und narrative Gründe
- Erasmus Mayr: Understanding Human Agency
- Thomas Sattig: The Language and Reality of Time
GAP.6, 2006
- Oliver Hallich: Die Rationalität der Moral: Eine sprachanalytische Grundlegung der Ethik
- Franz Huber: Assessing Theories, Bayes Style
- Niko Strobach: Alternativen in der Raumzeit: Eine Studie zur philosophischen Anwendung multimodaler Aussagenlogiken
GAP.5, 2003
- Gerhard Ernst: Das Problem des Wissens
- Volker Halbach: Semantics and Deflationism
- Manfred Harth: Anführung. Ein nicht-sprachliches Mittel der Sprache
- Ulla Wessels: Die gute Samariterin: Zur Struktur der Supererogation
GAP.4, 2000
- Thomas Hofweber: Ontology and Objectivity
- Christian Nimtz: Wörter, Dinge, Stellvertreter. Quine, Davidson und Putnam zur Unbestimmtheit der Referenz
- Christine Redecker: Ludwig Wittgenstein, Bemerkungen über die Grundlagen der Mathematik II, §§ 1–22 – Eine kritische Interpretation
- Stefan Woelfl: Kombinierte Zeit- und Modallogik. Vollständigkeitsresultate für prädikatenlogische Sprachen
GAP.3, 1997
- Christoph Fehige: A Pareto Principle for Possible People
- Karl-Georg Niebergall: Zur Metamathematik nichtaxiomatisierbarer Theorien
- Daniel Schoch: Topologische Axiomatisierung methodologischer Konzepte der Theorienentwicklung
GAP.2, 1994
- Bernd Buldt: Die Sätze von Gödel (The Gödel Theorems. Logical and Philosophical Aspects)
- Andre Chapuis: Alternative Revision Theories of Truth
- Angelika Krebs: Ethics of Nature
- Martine Nida-Rümelin: Farben und phänomenales Wissen