Essaypreis

Die Gesellschaft für Analytische Philosophie e. V. und die Grazer Philosophischen Studien vergeben jährlich an Studierende den Essaypreis.

Es werden bis zu drei Preise verliehen. Die prämierten Essays werden in den Grazer Philosophischen Studien veröffentlicht. Die aktuellen Ausschreibungen werden stets hier und als Mitteilungen der GAP veröffentlicht.

Der aktuelle Essaypreis 2026

Die Preisfrage

„Wie wichtig ist Nachhaltigkeit im Zeitalter vielfältiger Krisen?“
„How important is sustainability in the age of multiple crises?“

Der Essay soll die Frage adressieren, braucht aber nicht diesen Titel zu tragen. Es werden bis zu drei Preise verliehen: 1. Platz 750 €, 2. Platz 500 €, 3. Platz 250 € (bei ungereihten Beiträgen beträgt das Preisgeld 500 €).

Die Gewinneressays werden in den Grazer Philosophischen Studien veröffentlicht. Sie müssen daher für eine Veröffentlichung in einer philosophischen Fachzeitschrift geeignet sein. Wir erwarten dazu einen wissenschaftlich argumentativen Text, der an eine Debatte / Forschungsliteratur angegliedert ist. Die Grazer Philosophischen Studien sind eine internationale, deutsch- und englischsprachige Zeitschrift für analytische Philosophie. Sie erscheinen seit 1975.

Ko-Autor:innenschaft ist möglich, jedoch müssen alle Autor:innen die Teilnahmebedingungen erfüllen und sich den Preis teilen. Mehrfacheinreichungen sind nicht zulässig.

Die Einreichungsfrist ist der 31. Oktober 2026. Weitere Informationen zu Teilnahmebedingungen und zur Einreichung finden Sie hier:

Teilnahmeberechtigt für den Essaypreis sind alle Personen, die zum Ablauf der Frist die folgenden Bedingungen erfüllen.

  • Sie sind aktuell in einem Bachelor- oder Masterstudiengang eingeschrieben oder haben einen solchen Studiengang vor höchstens einem Jahr abgeschlossen.
  • Bei dem o. g. Studium handelt es sich um einen Studiengang in Philosophie oder um einen interdisziplinären Studiengang, der nachweislich mindestens 40 ECTS im Fach Philosophie vorsieht.
  • Sie sind sind GAP-Mitglied oder das o. g. Studium findet oder fand an einer Universität statt, an der Deutsch eine offizielle Unterrichtssprache ist.
  • Sie sind gar nicht oder maximal seit einem Jahr in einem Philosophischen Promotionsstudiengang eingeschrieben und haben keine Promotion in Philosophie abgeschlossen.

Einzureichen ist bis einschließlich 31. Oktober des betreffenden Jahres ein Essay zu dem genannten Thema in deutscher oder englischer Sprache als PDF-Dokument und zusammen mit einer Studien- oder Studienabschlussbescheinigung (in elektronischer Form). Die Essays dürfen inklusive Überschrift und Fußnoten, aber ohne Berücksichtigung des Verzeichnisses der zitierten Literatur, 3.000 Wörter nicht überschreiten. Fußnoten sollten sparsam gesetzt und Nachweise, mit Autor:in, Jahr und Seitenzahl, in den Text integriert werden. Alle Bücher und Artikel, auf die im Essay explizit verwiesen wird, sollten am Ende nach dem Autor:innenalphabet gelistet werden.

Jeder Einreichung ist auch ein separates Deckblatt beizufügen, das neben der Anzahl der Wörter ohne Literaturverzeichnis die folgenden Informationen enthält: Name, Studiengang, Studiensemester, Universität, eigene Postanschrift, E-Mail-Adresse und Abgabedatum. Darauf soll auch mit einer Unterschrift bestätigt werden, dass die Teilnahmebedingungen, wie oben angegeben, erfüllt werden. Der Essay selbst muss anonymisiert sein, darf also auf keiner Seite und auch nicht in den Metadaten Hinweise auf die Autor:innen enthalten.

Richten Sie Ihre Einsendungen bitte an info@gap.ngo.

Vorschau

Die Preisfrage für den nächsten Essaypreis wird Anfang 2027 angekündigt. An dieser Stelle finden Sie dennoch bereits eine Vorschau auf die kommende Preisfrage:

„Können Meinungen anderen unrecht tun?“
„Can beliefs wrong others?“

Durch diese Vorschau möchten wir es Lehrenden ermöglichen, dieses Thema in die Planung Ihrer Lehrveranstaltungen einzubeziehen, und es Studierenden ermöglichen, Lehrende auf diese Option anzusprechen. Die Ausschreibung ist für Anfang 2027 zu analogen Bedingungen geplant, sodass Studierende durch passende Angebote etwa im Wintersemester 2026/27 oder im Sommersemester 2027 gut auf eigene Einreichungen für den Essaypreis 2027 vorbereitet werden können.

Bisher ausgezeichnete Arbeiten

1. Preis: Emilia Kleo Mertens (Freie Universität Berlin): „Möglichkeitsräume des Handelns und Grenzen der Hoffnung“ (Kurzzusammenfassung)

2. Preis: –

3. Preis: Severin Rohrer und Jan Stettler (Universitäten Wien und Zürich): „On the Perils of Hope Under Oppression“ (Kurzzusammenfassung)

3. Preis: Sofus Jonathan Messell (University of Oxford): „How does hope matter for our actions?“ (Kurzzusammenfassung)

GAP-Mitteilung zur Jury-Entscheidung

1. Preis: Ufuk Özbe (Friedrich-​Alexander-Universität): „Moral Luck, Blameworthiness and mens rea“ (Kurzzusammenfassung)

2. Preis: Samuel Fautz (Ruhr-Universität Bochum): „Skill, Control und Moral Luck“ (Kurzzusammenfassung)

1. Preis: –

2. Preis: Marius Mumbeck (Universität Duisburg-​Essen): „Is there a domain of linguistic competence AI cannot grasp?“ (Kurzzusammenfassung)

3. Preis: Julian Braunwarth (Georg-​August-​Universität Göttingen): „Was eine KI niemals können wird, wird auch der Mensch niemals können“ (Kurzzusammenfassung)

1. Preis: –

2. Preis: Aline Dammel (Georg-​August-Universität Göttingen): „Warum sich doch sinnvoll über Geschmack streiten lässt“ (Kurzzusammenfassung)

2. Preis: Matthias Luxenburger (Goethe-​Universität Frankfurt am Main): „Streiten über Geschmack – eine Frage des Maßstabes“ (Kurzzusammenfassung)

1. Preis: Nils Neuhaus (Technische Universität Berlin): „Die Herausforderung historisch kontingenter Begriffe für die analytische Philosophie am Beispiel der Menschenwürde“ (Kurzzusammenfassung)

1. Preis: Jakob Lohmar (Universität zu Köln): „Future Selves and Present Moral Philosophers“ (Kurzzusammenfassung)

1. Preis: –

2. Preis: Simon Hollnaicher (Berlin): „Eine Kantische Begründung individueller Klimapflichten“ (Kurzzusammenfassung)

3. Preis: Adriano Mannino (Bern): „Why should I leave the car at home, if that does not save the climate?“ (Kurzzusammenfassung)

1. Preis: Konstantin Weber (Friedrich-​Alexander-Universität Erlangen-​Nürnberg): „Accepting Inconsistency“ (Kurzzusammenfassung)

1. Preis: Jonas Pöld (Universität Münster): „Lügen und Redefreiheit“ (Kurzzusammenfassung)

1. Preis: Sebastian Schmidt (Friedrich-​Alexander-Universität Erlangen-​Nürnberg): „Why we should promote irrationality“ (Kurzzusammenfassung)

1. Preis: Konstantin Weber (Friedrich-​Alexander-Universität Erlangen-​Nürnberg): „Ist es immer gut, vernünftig zu sein?“ (Kurzzusammenfassung)

1. Preis: –

2. Preis: Sebastian Schmidt (Friedrich-​Alexander-Universität Erlangen-​Nürnberg): „Können wir uns entscheiden, etwas zu glauben? Zur Möglichkeit und Unmöglichkeit eines doxastischen Willens“

2. Preis: Simon Walgenbach (Universität Duisburg-​Essen): „Können wir uns entscheiden, etwas zu glauben?“

1. Preis: Dorothee Bleisch: „Die Moralpille – über Risiken und Nebenwirkungen denken Sie eigenständig nach und fragen Ihren Philosophen oder Ihre Philosophin“

2. Preis: Philip Fox: „Agency and the pill that makes us moral“

3. Preis: David Christian Heering: „Breaking Good: Is there a patent recipe for cooking up the moral pill?“

1. Preis: Tammo Lossau: „Was heißt ‚sich vorstellen, eine andere Person zu sein‘?“

2. Preis: Eva Lucia Backhaus: „Kann ich mir vorstellen, eine andere Person zu sein?“

3. Preis: Viktoria Knoll: „Kann ich mir vorstellen, eine andere Person zu sein?“

1. Preis: Salim Hirèche / Sandra Villata: „Eating Animals and the Value of Non-​Human Suffering“

2. Preis: Simon Gaus: „Moralischer Vegetarismus: Folgt aus dem Unwert der Tierhaltung ein Verbot des Fleischkonsums?“

3. Preis: Jens Tuider: „Dürfen wir Tiere essen?“

1. Preis: –

2. Preis: Amadeus Magrabi: „Can we Trust our Feelings? On the Value of Feelings for Decision-​Making“

3. Preis: Stefan Reining: „Do Pain-​Accompanying Emotions Mislead Us? – Considerations in the Light of Reactive Dissociation Phenomena“

1. Preis: –

2. Preis: Stefan Reining: „Verpflichtungen gegenüber zukünftigen Generationen im Lichte der Goldenen Regel“

1. Preis: Max Seeger: „Experimental Philosophy and the Twin Earth Intuition“

2. Preis: Sebastian Köhler: „Thought-​experiments, Disagreement and Moral Realism“

3. Preis: Stefan Reining: „Über die vermeintliche Unzulässigkeit physikalisch unmöglicher Fälle in der Debatte um diachrone Personenidentität“

1. Preis: –

2. Preis: Stefan Reining: „Über den möglichen Wert der Unwissenheit“

3. Preis: David Ludwig: „Die Sorge um die Wahrheit“

4. Preis: Susanne Mantel: „Warum nach Wahrheit suchen?“

1. Preis: Lars Dänzer: „A Neglected Argument for Compatibilism“

2. Preis: Anselm Spindler: „Über moralische Verantwortung und alternative Möglichkeiten“

3. Preis: Andreas Maier: „Weeding in the Garden of Forking Paths – Yet Another Look at Alternative Possibilities“