Kategorie: Allgemein

  • Erinnerung an Günther Patzig (1926–2018)

    Heute wäre Günther Patzig 100 Jahre alt geworden. Wir gedenken einer prägenden Persönlichkeit der analytischen Philosophie und eines langjährigen Ehrenmitglieds der GAP. Nach seinem Tod am 2. Februar 2018 haben Ulrich Nortmann und Achim Stephan einen Nachruf verfasst, auf den wir heute erneut hinweisen möchten.

    Christine Bratu & Hans Rott (Präsidium)
    David Löwenstein (Geschäftsführung)

  • Update der SW*IP-Philosoph:innen-Liste

    SW*IP Germany hat uns gebeten, den folgenden Aufruf auch im Kreis der GAP-Mitglieder zu teilen:

    Aufruf zum Eintrag in die neue SW*IP-Philosoph:innen-Liste 

    SW*IP Germany startet nach Überarbeitung der Vereinswebsite ihre Philosoph:innen-Liste neu! Alle FLINTA*, die in der akademischen Philosophie im deutschsprachigen Raum arbeiten, sind aufgerufen, sich in die Liste einzutragen. 

    https://swip-philosophinnen.org/philosophinnen-liste

    Die Liste soll FLINTA*-Philosoph:innen im deutschsprachigen Raum sichtbar und leicht auffindbar machen (z. B. für Scouting). Die Liste lässt sich u. a. nach Forschungsgebieten und Berufserfahrung filtern.

    *FLINTA* sind Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, trans und agender Personen sowie weitere Personen, die keine cis Männer sind.

    Auf der neuen Website kann man nun auch online (Förder-)Mitglied werden.

  • Ausschreibung der GAP-Ringvorlesung

    Die Gesellschaft für analytische Philosophie ermöglicht die Organisation und Finanzierung von Ringvorlesungen, die allen GAP-Mitgliedern hybrid zugänglich sind. Wer eine solche Veranstaltung planen möchte, ist herzlich eingeladen, bis zum 30. November 2026 einen Vorschlag für das WiSe 2027/28 oder SoSe 2028 einzureichen. Begrüßt werden neben klassischen Themen der analytischen Philosophie auch Veranstaltungen, die die Stärken der analytischen Philosophie für aktuelle gesellschaftliche Debatten fruchtbar machen.

    Gefördert werden die Reise- und Hotelkosten und ggf. Abendessen der Sprecher:innen bis zu einer Höchstsumme von insgesamt 2.500 €. Die Rechnungen sind später einzureichen. Die Organisator:innen oder Teams planen ihre Ringvorlesung inhaltlich und organisatorisch selbst (konzeptionelle Arbeit, Auswahl der Sprecher:innen, Streaming, etc.); zur Beratung steht der GAP-Vorstand zur Verfügung. Der Umfang der (hybriden) Ringvorlesung sollte mindestens sieben Einheiten betragen. Unter den Ausrichter:innen muss mindestens eine Person GAP-Mitglied sein.

    Die formlosen Bewerbungen sollten eine Beschreibung der Thematik der Ringvorlesung sowie die Namen der angefragten oder anzufragenden Vortragenden enthalten, ferner ein Konzept zu Aufzeichnung und Streaming, einen Zeitplan, Angaben zur curricularen Einbindung für die Studierenden und eine Kostenaufstellung. Vorschläge in Form von kurzen PDF-Dateien (1–2 Seiten genügen) sind bis zum 30. November 2026 zu richten an: info@gap-im-netz.de. Der Vorstand wählt unter allen eingegangenen Vorschlägen einen aus.

    Die Veranstaltung wird als „GAP-Ringvorlesung“ in einer Sonder-E-Mail und im Newsletter der GAP angekündigt. Die Mitschnitte sollen später auf dem GAP-YouTube-Kanal zur Verfügung gestellt werden. Dafür ist eine ansprechende Bild- und Tonqualität der Aufnahmen erforderlich.

    Die bisherigen GAP-Ringvorlesungen waren „Umkämpfte Begriffe: Philosophische Perspektiven auf Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, …“ (SoSe 2024) in Berlin und Düsseldorf (Geert Keil, Anna Schriefl und Markus Schrenk) sowie „Zwischen Wildnis und Polis: Aktuelle Debatten um die Ethik der Mensch-Tier-Beziehung“ (WiSe 2025/26) in Münster und Düsseldorf (Frauke Albersmeier und Alexander Christian). Im SoSe 2027 folgt „Nachhaltigkeit – Aufklärung – Rationalität im Backlash“ in Greifswald und Berlin (Jenny Kneis, Corina Strößner und die AG Nachhaltigkeit der GAP und der DGPhil).

    Wir freuen uns auf Ihre Einreichungen!

  • DFG-Stellungnahme „Zur Stärkung der Freiheit und Resilienz der Wissenschaften“

    Präsidium und Geschäftsführung möchten die Mitglieder der GAP auf die DFG-Stellungnahme „Zur Stärkung der Freiheit und Resilienz der Wissenschaften“ hinweisen, die uns im Sinne des GAP-Satzungsziels des Einsatzes für Wissenschaftsfreiheit bedenkenswert scheint.

  • Initiative „Demokratie und Vielfalt“

    Philosophie für Demokratie und Vielfalt
    Eine Initiative von SW*IP Germany mit Unterstützung der DGPhil und der GAP 

    Mit Blick auf die in Kürze anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt (6. September) und Mecklenburg-Vorpommern (20. September) haben die drei philosophischen Fachgesellschaften SW*IP Germany, DGPhil und GAP ein gemeinsames Sonderbudget eingerichtet, um Veranstaltungen und Initiativen zur Förderung von Demokratie und Vielfalt sowie der Freiheit von Forschung und Lehre vor Ort schnell und niedrigschwellig zu fördern.

    Details zur Antragstellung:

    • Antragsberechtigt sind Mitglieder von Universitäten in den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern (inkl. Studierende).
    • Gefördert werden Initiativen und Veranstaltungen zur Förderung von Demokratie und Vielfalt sowie der Freiheit von Forschung und Lehre in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.
    • Die Höhe der beantragten Kosten soll i. d. R. 500 € nicht überschreiten. (Anteilige Förderungen sind möglich.)
    • Der Antrag (max. 1 Seite) soll Folgendes beinhalten: (1) Name(n) und institutionelle Anbindung der Antragsteller:in(nen), (2) Kurzbeschreibung der zur Förderung beantragten Veranstaltung/Initiative, (3) Höhe der beantragten Fördersumme sowie kurze Erläuterung der geplanten Mittelverwendung, (4) ggf. weitere Geldgeber:innen.
    • Bitte senden Sie den Antrag per Email an swipgermany@gmail.com
    • Die Fördergelder werden nach dem Windhundprinzip vergeben.
    • Anträge sind bis Ende 2026 möglich.
  • EU-Aufruf und Positionspapiere zu Publikationskultur und WissZeitVG-Reform

    Präsidium und Geschäftsführung möchten die Mitglieder der GAP auf die folgenden Dinge hinweisen, die uns im Sinne des GAP-Satzungsziels des Einsatzes für Wissenschaftsfreiheit bedenkenswert scheinen:

    • Die EU-Kommission arbeitet an der Etablierung einer voll integrierten European Research Area, in dessen Zentrum „The Fifth Freedom: Freedom of Knowledge“ stehen soll, also die freie Mobilität für Forschende, Open Access und ähnliche Dinge. Alle Forschenden innerhalb der EU sind aufgerufen, ihre Erfahrungen mit Barrieren in diesem Bereich sowie ihre Vorstellungen für die Ausgestaltung dieses „Fifth Freedom“ anonym über dieses Portal einzubringen.
    • Mit dem Ziel, die Publikationskultur in der akademischen Philosophie offener zu gestalten, haben Malte Dreyer, Eric Eggert, Nicola Mößner und Elio Pellin ein Positionspapier veröffentlicht, das hier auf den Seiten des Fachinformationsdiensts Philosophie eingesehen und unterzeichnet werden kann.
    • Das Netzwerk Nachhaltige Wissenschaft hat eine Stellungnahme zum jüngsten Referentenentwurf für die Reform des WissZeitVG veröffentlicht.
  • Videos der GAP-Ringvorlesung „Zwischen Wildnis und Polis“

    Die GAP-Ringvorlesung „Zwischen Wildnis und Polis – Aktuelle Debatten um die Ethik der Mensch-Tier-Beziehung“ fand im WiSe 2025/26 an den Universitäten Münster und Düsseldorf statt. Sie widmete sich neuen Forschungsansätzen in der Tierethik und den gesellschaftlichen Herausforderungen im Umgang mit Tieren. Die Videos aller Vorträge sind nun in einer eigenen Playlist auf dem GAP-YouTube-Kanal abrufbar. Der Vorstand der GAP dankt Dr. Frauke Albersmeier (Münster) und Dr. Alexander Christian (Münster) nochmals sehr herzlich für die Organisation.

  • GAP.13 – Save the Date: 4. bis 8. September 2028

    Der 13. internationale GAP-Kongress (GAP.13) wird vom 4. bis 8. September 2028 an der Universität Göttingen stattfinden. Weitere Informationen zum Programm, Call for Papers usw. folgen natürlich zu gegebener Zeit. Wir würden uns jedoch freuen, wenn Sie den Termin bereits vormerken könnten.

  • Nachruf auf Ulrich Gähde (1951–2026)

    Am 4. Februar 2026 ist Ulrich Gähde im Alter von 74 Jahren verstorben. Er hatte von 1993 bis 1999 eine Professur an der Universität Bayreuth inne, danach bis 2017 einen Lehrstuhl an der Universität Hamburg. Für die Gesellschaft für Analytische Philosophie engagierte er sich von 2000 bis 2006 als Vizepräsident.

    Ulrich Gähde hat wichtige Beiträge zur Wissenschaftstheorie vorgelegt, etwa zum Bestätigungsholismus und der Rolle von Anomalien sowie zu den wissenschafts- und erkenntnistheoretischen Problemen von Modellbildungen und Simulationen. Darüber hinaus arbeitete er auch zu den theoretischen Grundlagen der philosophischen Ethik durch Strukturvergleiche zwischen normativ-ethischen und deskriptiv-empirischen Theorien und durch die Untersuchung der logischen Struktur von Dammbruchargumenten.

    Martin Hoffmann, Thomas Krödel und Christine Straehle würdigen in ihrem Nachruf die Lebensleistung von Ulrich Gähde. Die GAP wird ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren.

  • Essaypreis 2026 der GAP und der GPS

    Die Gesellschaft für Analytische Philosophie e. V. und die Grazer Philosophischen Studien vergeben jährlich an Studierende den Essaypreis. Die Preisfrage 2026 lautet:

    „Wie wichtig ist Nachhaltigkeit im Zeitalter vielfältiger Krisen?“
    „How important is sustainability in the age of multiple crises?“

    Der Essay soll die Frage adressieren, braucht aber nicht diesen Titel zu tragen. Es werden bis zu drei Preise verliehen: 1. Platz 750 €, 2. Platz 500 €, 3. Platz 250 € (bei ungereihten Beiträgen beträgt das Preisgeld 500 €).

    Die Gewinneressays werden in den Grazer Philosophischen Studien veröffentlicht. Sie müssen daher für eine Veröffentlichung in einer philosophischen Fachzeitschrift geeignet sein. Wir erwarten dazu einen wissenschaftlich argumentativen Text, der an eine Debatte / Forschungsliteratur angegliedert ist. Die Grazer Philosophischen Studien sind eine internationale, deutsch- und englischsprachige Zeitschrift für analytische Philosophie. Sie erscheinen seit 1975.

    Ko-Autor:innenschaft ist möglich, jedoch müssen alle Autor:innen die Teilnahmebedingungen erfüllen und sich den Preis teilen. Mehrfacheinreichungen sind nicht zulässig.

    Die Einreichungsfrist ist der 31. Oktober 2026. Weitere Informationen zu Teilnahmebedingungen und zur Einreichung finden Sie hier.

    Vorschau

    Die Preisfrage für den nächsten Essaypreis wird Anfang 2027 angekündigt. An dieser Stelle finden Sie dennoch bereits eine Vorschau auf die kommende Preisfrage:

    „Können Meinungen anderen unrecht tun?“
    „Can beliefs wrong others?“

    Durch diese Vorschau möchten wir es Lehrenden ermöglichen, dieses Thema in die Planung Ihrer Lehrveranstaltungen einzubeziehen, und es Studierenden ermöglichen, Lehrende auf diese Option anzusprechen. Die Ausschreibung ist für Anfang 2027 zu analogen Bedingungen geplant, sodass Studierende durch passende Angebote etwa im Wintersemester 2026/27 oder im Sommersemester 2027 gut auf eigene Einreichungen für den Essaypreis 2027 vorbereitet werden können.