Herausgeber*innen: Claudia Blöser, Katharina v. Bronswijk, Samuel J. Kramer, Christoph M. Hausmann
Bei der Auseinandersetzung mit den sozial-ökologischen Krisen und ihren psychischen Folgen taucht früher oder später unweigerlich die Frage nach der Hoffnung auf: Ist sie ein wichtiger Motivator menschlichen Verhaltens oder umgekehrt eine gefährliche, lähmende Einstellung? Dieses Spannungsfeld verläuft zwischen dem Cicero zugeschriebenen “Die Hoffnung stirbt zuletzt.”, Greta Thunbergs “I don’t want you to be hopeful” in der Rede vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos und dem kämpferischen Wahlspruch “Hope dies, Action begins” der Gruppe Extinction Rebellion. Der praktische, epistemische oder politische Stellenwert der Hoffnung ist umstritten.
Der Band soll interdisziplinär Beiträge aus der Philosophie und Psychologie/Psychotherapie sammeln. Er verfolgt dabei zwei zusammenhängende Ziele: Erstens soll explorativ erkundet werden, wie die Disziplinen den gemeinsamen Gegenstand verstehen und welche Vorannahmen der interdisziplinären Verständigung und gegenseitigen Bereicherung im Weg stehen könnten. Zweitens sollen zusammengehörige Fragestellungen zur Hoffnung zusammengebracht werden. Zu diesen Fragen gehören u. a. begriffliche („Was ist Hoffnung?”), normative („Was darf ich hoffen?” oder „Was sollen wir hoffen?”), empirische („Wie entsteht Hoffnung?”) und lebenspraktische („Wie kann ich Hoffnung kultivieren?”). Auch wenn die genannten Disziplinen hier traditionell eigene Schwerpunkte setzen, werden diese im Band nicht vorausgesetzt. Stattdessen wird die Zusammenarbeit, gerne auch in Form von interdisziplinärer Co-Autor*innenschaft der Kapitel, angeregt.
Der finale Buchbeitrag soll einen Umfang von maximal 30.000 Zeichen (inkl. Leer- und Sonderzeichen, inkl. Literaturverzeichnis) haben, kürzere Beiträge sind ebenfalls möglich. Für die Bewerbung bitten wir um ein Exposé im Umfang von maximal 1000 Wörtern bis 15.07.25 an s.kramer@uni-koeln.de.
Für weitere Informationen und Rückfragen wenden Sie sich ebenfalls gerne an Samuel Kramer: s.kramer@uni-koeln.de