Künstliche Intelligenz, Autonomie und Verantwortung
Panel anlässlich der XIII. Tagung für Praktische Philosophie (24.&25.9.2026, Passau)
Organisation: Jan Hölzer (Technische Universität Hamburg) und Marie Hirsch
(Universität Passau)
Autonomie gilt als ein zentrales, zugleich jedoch umstrittenes Konzept der KI-Ethik.
Technische Systeme, die als „autonom“ bezeichnet werden, versprechen Effizienz und
Sicherheit. Dieser Begriff erzeugt jedoch häufig ein überhöhtes Bild ihrer tatsächlichen
Fähigkeiten. Zugleich prägt die Rede von autonomen Systemen auch unser Verständnis
von menschlicher Autonomie und somit unser eigenes Selbstverständnis. Philosophisch
stehen dabei vor allem zwei Aspekte im Vordergrund: die Sicherheit und Transparenz
solcher Systeme sowie das Verhältnis zwischen technischer und menschlicher
Autonomie.
Das Panel bietet Raum für Beiträge, die das Verhältnis von Künstlicher Intelligenz,
Autonomie und Verantwortung aus philosophischer, ethischer oder technischer
Perspektive untersuchen. Willkommen sind sowohl theoretische Analysen zentraler
Begriffe als auch anwendungsorientierte Diskussionen zur verantwortungsvollen
Gestaltung und Steuerung KI-basierter Systeme.
Mögliche Themen sind unter anderem:
● Welche ethischen und praktischen Konsequenzen ergeben sich aus der
Verwendung von Begriffen wie Intelligenz und Autonomie für technische
Systeme?
● Was bedeutet „Autonomie“ im Kontext Künstlicher Intelligenz – und worin
unterscheidet sie sich von menschlicher Autonomie?
● Inwiefern prägt die Sprache, mit der wir über KI sprechen, unsere Vorstellung
von menschlicher Intelligenz und Autonomie?
● Wie lässt sich eine verantwortliche und wirksame Form menschlicher
Überwachung (Meaningful Human Control) dieser Systeme gewährleisten?
Abstracts (max. 500 Wörter) zu thematisch passenden Beiträgen werden bis zum 31.
März 2026 unter folgender E-Mail-Adresse entgegengenommen: jan.hoelzer@tuhh.de